Veranstaltungstipp: Sonnenblumenhaus - ein dokumentarisches Theaterstück


Wer dieses Wochenende noch nichts vor hat und/oder in Hamburg weilt, kann sich im Museum für Volkerkunde (Rothenbaumchaussee 64) das dokumentarische Theaterstück "Sonnenblumenhaus" von Dan Thy Nguyen und Iraklis Panagiotopoulos ansehen.

Thema sind die rassistischen Ausschreitungen, die in Rostock-Lichtenhagen im Jahr 1992 vor den Augen der Welt abliefen und gegen die nichts unternommen wurde. Es waren die bislang schwersten Angriffe gegen Menschen anderer Herkunft in der Nachkriegszeit und hätte aufgrund der massiven Gewalt und dem Versagen von Behörden und Medien den Namen Pogrom verdient.

Das Bild des besudelten Deutschen in Jogginghose mit Hitlergruß ging damals um die Welt - aber was ist darüber hinaus passiert? Wer hat die Opfer zu Wort kommen lassen?


Zitat aus der Pressemeldung:

"Hunderte rechtsextreme Randalierer und bis zu 3.000 applaudierende Zuschauer belagerten die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber und ein Wohnheim für vietnamesische Gastarbeiter. Auf dem Höhepunkt der Ausschreitungen zog sich die Polizei sogar völlig zurück und überließ die Belagerten schutzlos dem brennendem Haus.

Das Theaterstück „Sonnenblumenhaus“ dokumentiert die fremdenfeindlichen Ausschreitungen aus dem Jahr 1992 und verarbeitet die Sicht der belagerten Menschen, welche, selbst nach zwanzig Jahren kaum erhört worden sind. Ein transnationales Team geht auf die Suche nach betroffenen Zeitzeugen und befragt sie nach ihrer Version der Geschichte, ihren Lebenserfahrungen und Träumen und gibt Ihnen im Rahmen der Theaterperformance „Sonnenblumenhaus“ endlich eine Stimme.

Dies ist eine Performance von Dan Thy Nguyen und Iraklis Panagiotopoulos. Mit Jan Katzenberger, Claudiu Draghici, Djamila Manly- Spain.

Sa 26. April | 20 Uhr (Premiere)
So 27. April |19 Uhr
Eintritt: € 12 | € 9


Mo 28. April | 9.30 Uhr &11.30 Uhr
Eintritt: Eine symbolische Spende von 1-2 Euro

 
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Ich war damals noch sehr jung und habe die Ausschreitungen nicht direkt mitbekommen. Aber ich erinnere mich noch, wie meine Eltern mich vor Neonazis gewarnt haben. Das Traurige war, dass viele vermeintlich "normale" Leute dabei mitgemacht oder die Ausschreitungen begrüßt haben. 

Those who cannot remember the past are condemned to repeat it. (George Santayana)
Those who do remember the past are condemned to watch helplessly while others repeat it. (Das Internet)

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