Naekubis Presseschau - Teil 2

Ich hatte ja im vorherigen Post bereits angekündigt, dass in besagter Zeitschrift Schrot & Korn eine weitere "Wir-nutzen-mal-ein-asiatisches-Testimonial"-Reklame zu finden war. Heute also: Die Werbung von iChoc, einer urbanen, hippen, nichtsdestoweniger ökologischen Schokolade für den trend- und nachhaltigkeitsbewussten Konsumenten. Hier das dazugehörige Bild:






Zur iPod-Ästhetik ist nichts weiter zu sagen, die erklärt sich von selbst. Interessant für mich ist, dass eine Asiatin für dieses Produkt ihr Gesicht hinhält. Eine Studie, die aufschlüsselt, welche Bevölkerungsgruppen wie viele Bioprodukte kaufen, konnte ich im Netz nicht finden, zumindest meiner Erfahrung nach kann ich sagen: Viele Asiaten sind es nicht (weswegen ich mich in Naturkostläden immer so fehl am Platze fühle, aber das ist eine andere Geschichte).

Warum also diese Dame? Anhand der Werbung mache ich folgende Konsumentenanalyse: Der typische iChoc-Käufer ist jung, technikaffin (man beachte die Kopfhörer), lebt in der Stadt und damit gegenüber multikulturellen Einflüssen tolerant, sprich: Er hat schon mal einen Asiaten von Nahem gesehen. Ich war bisher in keiner größeren Stadt, in der nicht asiatischstämmige Leute gelebt hätten.

Einerseits also schmeichelt die Werbung der Zielgruppe, denn wer will nicht als hip, urban und weltgewandt gelten? Andererseits könnte ich als Asiatin auch wieder beleidigt sein und das Haar in der Suppe suchen: Von wegen Asiaten seien alle Nerds und Computerfreaks (Kopfhörer! Hallo?!). Aber wir wollen mal nicht so sein...

Ich mag die Werbung, auch wenn ich das Produkt (noch?) nicht kenne. Vermutlich bin ich doch für diese hipstermäßigen Dinge des Lebens empfänglich, auch wenn ich keine Riesenhornbrille trage und auch kein iPhone mein Eigen nennen kann. Heimlicher Hipster, tss.

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