Geburtstag und so.

Samstag war mein Ehrentag. 25 Jahre bin ich jetzt alt, was mich, wenn ich mich mit den Bloggern aus meinem Feedreader vergleiche, ziemlich alt aussehen lässt. (Warum sind Blogger immer so jung?)

Dennoch ist es Zeit für eine kleine Zelebration: YAY! (Die Idee stammt von meiner Schwester... copyright liegt also bei ihr...)

In vielen asiatischen Ländern habe ich damit mein Mindeshaltbarkeitsdatum erreicht. 
Ab jetzt ist es schwer, dich an den Mann zu bringen.*
Ab jetzt geht es nur noch um Schadensbegrenzung, bis man das große Ziel, die Heirat, erreicht hat.* 
Denn spätestens ab 25 geht es auch körperlich bergab: Falten, Pigmentflecken, Bauchansatz, graue Haare.* 
Ich warte nur darauf, dass die Verwandtschaft nachfragt: "Und, wann ist es denn so weit??"*

Glücklicherweise lebe ich nicht in traditionellen asiatischen Ländern und auch meine Mutter scheint nur wenig Wert darauf zu legen, in nächster Zeit Großmutter zu werden. 

Da kann ich ja beruhigt aufatmen.*

*Das ist das kleine Ironie-Sternchen für alle, die es brauchen. 

Das aktuelle Nagelstudio #5

Nachdem die zweiwöchige Lackpause vorbei ist (endlich!), kommt hier eine neue kleine Maniküre aus dem Hause Naekubi. 

Inspiration findet man ja grundsätzlich an vielen Stellen, zum Beispiel auf anderen Nagel-Blogs, in youtube-Tutorials und vielem mehr. Bei mir war es ein Unterwäsche-Set :D
Das Design besteht hauptsächlich aus Farben, die ich zwar gekauft hatte, jedoch nie eine Gelegenheit fand sie zu benutzen. Dazu gehören einige Eyekos und ein P2-Lack.

Hier also die Liste:
  • eine Schicht P2 Base + Care Coat
  • eine Schicht Eyeko Cosmic Polish (oh, der holographische Glitter!)
  • Pünktchen mit Olu Olu in waiwai716, Eyeko Nude Polish, Eyeko Lilac Polish und P2 050 Summer Cocktail (aus der Sun Love LE)
  • eine Schicht Four Seasons Sekundentrockner
  • eine Schicht Depend Überlack
Gute Fotos zu machen ist derzeit ein Ding der Unmöglichkeit, aber ich hoffe man erkennt trotzdem etwas. Im letzten unscharfen Foto sieht man gut den Glitter-Effekt (zum Vergrößern bitte klicken).

English:
Since the two weeks of nail polish break are over (finally!) I have a new manicure for you by Maison Naekubi.

Basically, you can find inspiration in a lot of different places like on nail art blogs, in youtube tutorials and many more. This time for me it was a lingerie set :D
The design consists of colours that I had bought, yet haven't had any opportunity to use. A lot of Eyeko Polishes and some P2 polishes belong into that category.

So here's the list:
  • one layer P2 Base + Care Coat
  • one layer Eyeko Cosmic Polish (behold, the holographic glitter!)
  • Dots made with Olu Olu in waiwai716, Eyeko Nude Polish, Eyeko Lilac Polish and P2 050 Summer Cocktail (from Sun Love LE) 
  • Four Seasons Quick Dry Lacquer
  • Depend Topcoat
Taking good pictures is almost impossible at the moment, but I do hope you can identify the manicure. In the last blurry picture you can recognise the glitter effect quite well (click to enlarge).

Haiku, Tai Chi und Tofu - Teil 3

Ihr seht euch alle so ähnlich!

Und, was esst ihr immer so zu Hause? Frühlingsrollen? Chop Suey? Reis?


Du kannst mir doch sicher etwas zum Buddhismus erklären...

Naekubis Presseschau - Teil 3

"Anonym" hat mir einen Kommentar zur allerersten Presseschau hinterlassen (hinsichtlich der Kinder und der Schokomilch) und gefragt: "und der rassismus springt dich nicht irgendwie an?"

Grundsätzlich ist das Abbilden unterschiedlicher, seufz, Rassen eine heikle Sache. Es kommt immer auf den Zweck an. Das Bild mit den Kindern kann man als rassistisch empfinden, weil hier nur mit der "Exotenkarte" gespielt wird. Man kann das dann so interpretieren, dass die Existenz von Afro-Europäern und Asiaten  samt Milchkonsum in Deutschland immer noch nicht in den Köpfen der gesellschaftlichen Alternativmitte angekommen ist.  

Habe ich aber nicht gemacht. Warum? Ich habe den guten Willen in dem Bildchen gesehen. Gut gemeint eben. Und wir wissen ja, dass das nicht gleichbedeutend mit "gut gemacht" ist. Zum anderen empfand ich das als so marginal, dass ich da nicht moralinsauer darauf eingehen wollte. (Wenn man beim Mieten einer Wohnung automatisch nachhakt, ob auch an "Ausländer" vermietet wird, ist der Rassismus-Radar vielleicht nicht ganz so sensibel und reagiert nur noch auf die bösesten Auswüchse.)

Was hat das nun mit der Ausgabe von Votre Beauté zu tun, die ich mir gekauft habe?

In der Novemberausgabe dieses Beauty-Magazins geht es um verschiedene Ethnien, nämlich (nordische) Europäer, Afrikanischstämmige, Orientalen und Asiaten sowie die besten Haut- und Haarpflegetipps. Vor- und Nachteile der einzelnen Hauttypen werden ebenso genannt.

Das ist, gewissermaßen, Rassismus. Es wird ein Unterschied zwischen verschiedenen, seufz, Rassen gemacht, was Haut- und Haarbeschaffenheit anbelangt.

Andererseits ist das kein Rassismus, da im Artikel  keine, seufz, Rasse über eine andere gestellt wird.  Stattdessen wird anhand von Erfahrungswerten von Visagisten und Forschung großer Kosmetikunternehmen  erklärt, wie Asiatinnen, Orientalinnen usw. am besten ihre Pflege und Schminke gestalten.

Darf man das? wird der politisch korrekte Zeitgenosse fragen.
Sehen wir mal, was sie im einführenden Text schreiben:
"Sie sind tunesisch, französisch, chinesisch und afro-amerikanisch. Besonnene, neugierige Konsumentinnen, die ständig auf kosmetische Neuheiten warten, finden heute eine große Auswahl an Vorschlägen, sowohl auf dem Markt der exklusiven Marken wie auf denen des Massenmarktes. Und die überwältigenden Musen Rachida Brakni, Mélanie Thierry, Gong Li oder Halle Berry halten das Banner einer World Beauty in vollem Umfang hoch. Dieser Mini-Guide, der ganz auf die Eigenschaften jeder einzelnen abzielt, bietet einen neuen Blick auf die universellen Codes der Schönheit."
Ich sage: Ja, man darf das. Es wird hier davon ausgegangen, dass alle, egal welcher Herkunft, dasselbe Interesse haben: Schön sein. Bloß wie dies zu erreichen ist, sieht je nach Herkunft anders aus.

Wenn es um dekorative Kosmetik geht ist das Betonen der Unterschiede durchaus legitim.  Die  beste Foundation für Beyoncé ist eben nicht das Richtige für  Zhang Ziyi. Und bei Lippenstiften, Lidschatten und Rouge würden sie vermutlich auch nicht zusammenfinden.

Es wird etwas heikler, wenn es um Hauteigenschaften geht. Da Votre Beauté ein Magazin ist und kein medizinisches Fachjournal, werden die Aussagen meist "nur" von Kosmetikern oder der L'Oréal-Forschungsabteilung untermauert. Gibt es überhaupt so starke, seufz, Rasseunterschiede, dass ihnen in der Hautpflege Rechnung getragen werden sollte?

Fest steht, dass nicht nur Gene darüber entscheiden, wie unser Hautbild aussieht, sondern auch Umwelteinflüsse. Das Klima in Europa ist anders als in weiten Teilen Asiens, also wird es ein wichtiger Faktor sein.

Sehen wir mal, was sie so zur asiatischen Hautpflege schreiben.
Ok, der Text unter der Überschrift spielt mal wieder die Exotenkarte:
 "... die asiatischen Schönheiten verblüffen durch ihr Geheimnis, ihre Schönheitsrituale, die jahrhundertealte Traditionen und Hightech-Formeln verbinden."
Nun, ich glaube nicht, dass meine Schönheitsrituale so viel anders sind als von jeder x-beliebigen Durchschnittsdeutschen. Und nein, ich habe auch keine Geheimnisse.

Rassismus? Naja, eher althergebrachte Klischees. Wenigstens werden fast alle, seufz, Rassen gleich klischeehaft behandelt: Die tunesische "Gazelle" mit ihren vollen Lippen; die Blondine, an der alles Zartheit und Zerbrechlichkeit ist. Aber ja.

Haupttenor des Artikels ist: Asiatische Haut ist sehr empfindlich, reagiert schnell gereizt auf zu reichhaltige oder zu aggressive Pflege. Im Alterungsprozess neigt sie ab 40 zu starker Pigmentfleckenbildung. Sie kann lustigerweise trocken und fettig zugleich sein. Sie empfehlen also Pflege für empfindliche Haut, viel Sonnenschutz sowie eher Gels und Fluids statt Cremes.
Asiatische Haare sind im wenig humiden französischen Klima eher trocken und sollten einmal die Woche mit einer nährenden Kur gepflegt werden.

Was soll ich sagen? Sowohl für meine Schwester als auch mich stimmt diese Beschreibung. Allerdings ist ihre Haut etwas fettiger als meine. Pigmentflecken habe ich auch schon, bin aber weit von 40 entfernt. Und ja, ich benutze Cremes für empfindliche Haut und bin exzessiver Sonnenmilchbenutzer im Sommer.

Alles in allem fand ich das Dossier sowohl vom Ansatz als auch von der Durchführung her gut, wobei die Klischees schon sehr grenzwertig sind. Da war man wohl etwas überambitioniert, die einzelnen, seufz, Rassen, (dieses Wort jetzt aber zum letzten Mal!) positiv darzustellen. Mein etwas träger Rassismusradar hat nichts angezeigt, aber ihr könnt mir gerne sagen, wann ich mich angegriffen fühlen sollte.

Ansonsten ist es der übliche Beautyartikel: teilweise informativ, teilweise Werbeveranstaltung.

Eigentlich...

wollte ich einen kleinen Blog-Eintrag mit statistischen Angaben zu "Asiaten in Deutschland" machen.

Wie gesagt, eigentlich.

Es stellt sich heraus, dass das sauschwierig ist. Anders als in den USA: Gänzlich unbefangen kann man auf Wikipedia lesen, dass 4,4 % der Gesamtbevölkerung Asiaten sind bzw. der asiatischen Rasse angehören (2008).

Das geht in Deutschland nicht, man kann nicht in aller Unschuld von Rasse sprechen. Allerhöchstens "ethnische Minderheit" ist als Begriff in Ordnung, doch darunter versteht man in Deutschland hauptsächlich die Bevölkerungsteile, die zwar nicht deutsch sind, wohl aber seit Generationen in Deutschland leben. Dazu gehören Sinti und Roma, die Sorben oder die Dänen.

Deshalb gibt es den wunderschönen sperrigen Begriff der "Menschen mit Migrationshintergrund". Und das sind laut statistischem Bundesamt
„alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen
mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil“
Das bedeutet also, dass der Herr Kowalski, dessen Vorfahren zur Zeit der Industrialisierung in deutsche Kaiserreich zum Arbeiten kamen, keinen Migrationshintergrund hat. Die Frau Kowalski (eigtl. Kowalska), die nach 1990 nach Westeuropa zum Arbeiten kam, dagegen schon.

Schwierig? Es kommt noch besser. Die Berechnungen beziehen sich auf das Gebiet der heutigen Bundesrepublik. Das heißt auch das Gebiet, was eine gewisse Zeit die DDR war, wird dazugezählt.

Sehr schwierig? Dann passt mal auf: Zu den Leuten mit Migrationshintergrund gehören erst einmal natürlich diejenigen, die ihrem Pass nach anderer Nationalität sind. Die sind zugleich auch "Ausländer".
Meine Norwegisch-Lehrerin an der Uni etwa hatte ihren norwegischen Pass behalten, lebt aber seit über dreißig Jahren in Deutschland. Sie ist also "echte Ausländerin" und hat damit natürlich auch einen Migrationshintergrund. Ich bin dem Pass nach deutsch, habe aber Eltern, die einmal Ausländer waren. Also habe ich auch einen Migrationshintergrund.

Extrem schwierig? Es geht noch weiter. In den Ergebnissen des Mikrozensus 2009 vom statistischen Bundesamt unterscheidet man noch zwischen Migrationshintergrund im engeren und im weiteren Sinne. Zu ersteren gehören die "echten Ausländer" und Menschen, die irgendwann eingebürgert wurden. Zu letzteren gehören, hm...

*such*

*verzweifeltsuch*

Und hier warf ich das Handtuch... Ich weiß einfach nicht, wieviele Menschen asiatischer Abstammung in Deutschland leben und es gibt keinen praktikablen Weg (im Moment), das unkompliziert herauszufinden.

Falls jemand ausgiebig suchen will und sich durch Tabellen pflügen möchte, bitteschön. Aktenfresser vor!

Ich glaube, ich brauche erst einmal eine Aspirin.

Das aktuelle Nagelstudio #4

Meine Nägel sind leider immer noch im Streik. Dennoch will ich niemanden hier hängen lassen und habe meine Schwester eingespannt. Sie ist ein treues und geduldiges Versuchskaninchen und sozusagen meine Kundin von allererster Stunde an.

An dieser Stelle möchte ich meiner Schwester auch tausend Dank sagen für das großartige Bananen-Design, das sie meinem Blog verpasst hat! Bist die Beste!

Diesmal eine Art Zuckerstangen-Maniküre, angeregt durch folgendes youtube-Video: Klick! 

Wie üblich die Zutaten. Man nehme:
  • eine Schicht Unterlack (hier wieder P2 Base + Care Coat)
  • zwei Schichten hellgrüner Lack (hier Olu Olu in der Farbe hiluhilu411, ja, ich weiß, lustiger Name)
  • Streifen in dunkelpetrol (P2 dangerous)
  • eine Schicht quasiholographischer Glitterlack (hier VISA! 36)
  • eine Schicht Sekundentrockner
Alles nacheinander auftragen, zwischendrin immer wieder trocknen lassen. Fertig.

Beehren Sie mich bald wieder in meinem Nagelstudio. Auf Wiedersehen!

English:
Unfortunately, my nails are still on strike. Still I don't want to let you down so I got my sister on board. She is a loyal and patient guinea-pig and in a way my customer from the very beginning of my nail polish career.

At this occasion I also want to thank my sister for giving my blog this awesome banana design! You're the best!

This time I'll show you a candycane manicure inspired by this youtube video: click!

The ingredients for this look are as follows. Take:
  • one coat of base coat (here I'm using P2 Base + Care Coat)
  • two coats of light green nail polish (Olu Olu in the colour hiluhilu411 - I know, funny name)
  • stripes in dark teal (P2 dangerous)
  • one coat of glitter polish (here it's VISA! no. 36)
  • one coat of quick-drying topcoat (Four Seasons)

Apply one after another, let the coats dry in between. And you're done.


Thank you for visiting my little nail studio and please come again!

Mitbringsel aus Frankreich.

Da ich durch die Fernbeziehung nach Frankreich naturgemäß sehr viel Zeit auf Flughäfen verbringe und den Schriftenstand studieren kann, nehme ich mir gerne mal ein paar Magazine mit zum Anschauen.

Seid also gespannt auf die nächste Presseschau! Hier eine Sneak Preview:

Die Zeitschrift ist noch eingetütet. Da ist noch ein kleines Goodie dabei, nämlich ein kleiner Mineralpuder von bareMinerals in medium beige inklusive winzigem Kabuki-Pinsel. Ob der und das Magazin was taugen wird sich zeigen...

Auf der Suche.

Ich war im großen weiten Web auf der Suche nach anderen Blogs, die von Asiaten geführt werden. Also quasi weiteren Bananen-Blogs. Hier eine Liste von Dingen, die man nach Möglichkeit vermeiden sollte und solchen, die man gerne tun kann.

Don't!
Bei Google einfach "blog asiatin" eingeben. Außer, ihr seid alte fette Säcke (ungepflegt und ungewaschen) mit ausgeprägtem Asiatinnen-Fetisch. An dieser Stelle möchte ich ein solches sehr intelligentes Exemplar zitieren, dem ich in meinem Ex-Nebenjob an der Supermarktkasse begegnen durfte *räusper*: Ich steh ja auf Asi-Frauen! *augenzwinker* *verführerblick*

Es hilft auch nicht "blog asien" einzugeben. Da findet man wiederum nur Reiseberichte, Wirtschaftsprognosen und eher weniger interessantes Zeug. Außer ihr brennt dafür, wie es ist, in China oder Korea Geschäfte zu machen...

Do!
Einfach hier und da mal auf anderen Blogs gucken und sobald irgendjemand kommentiert der "frühlingsrolle", "kawaii", "chopsticks", "reis" oder "linh" im Pseudonym trägt, sofort Namen anklicken und im Profil gucken. Lustigerweise wird dieser Blogger mit an 100% grenzender Wahrscheinlichkeit diese Person asiatischer Abstammung sein oder ein besonderes Faible für asiatische Kultur zeigen.*

In besagtem Profil möglichst auch im Blogroll nachgucken. Auch hier wird mit an 100% grenzender Wahrscheinlichkeit weitere Blogs zu finden sein, die von Asiaten geführt werden. Hat man Glück, sind ein paar coole Sachen dabei, hat man Pech, wurden ein paar Minuten verschwendet.

Tipps von anderen Leuten annehmen ist definitiv ein Do. Bloß woher nehmen, wenn nicht stehlen? Leider kenne ich nur wenige Blogs asiatisch-stämmiger Blogger, was schon schade ist. Aber falls jemand von den Lesern Vorschläge hat, immer gern her damit!


*Schrecklich dass man im Internet auf Ironie immer extra hinweisen mus...

Das aktuelle Nagelstudio #3

Achtung, Achtung. Hier sprechen Naekubis Nägel in eigener Sache. Wir haben etwas zu verkünden

Wir sind ab sofort im Streik. Jawohl. Warum? Weil es erst mal reicht. Aus Protest gegen die ständigen Nagellack-rauf- und Nagellack-runter-Aktionen splittern wir und blättern uns vorne auf. So.

Naekubi versucht uns schon, mit viel Nagelöl und Creme zu bestechen, aber so billig zu haben sind wir nicht! Erst einmal fordern wir mindestens zwei Wochen Pause, dann können wir wieder reden!

Überhaupt, sie ist so ein Freak, ein echter Nagellack-Nerd. Steht da eine Stunde oder zwei vor den Nagellackregalen in der Drogerie und starrt. Ja, starrt. Dann nimmt sie mal hier, mal da ein Fläschchen und begutachtet. Wisst ihr, was sie macht? Sie hält die Fläschchen gegen das Licht! Dreht sie ewig hin und her!! Jetzt mal ehrlich!!! 

Wir glauben, sie prüft, ob da jetzt genügend Schimmer und Glitzer drinnen ist oder ob da noch mehr geht. Naekubi ist wohl erst zufrieden, wenn wir aussehen wie kleine Discokugeln. Als ob wir pur nicht hübsch wären...

Wir erlauben ihr dennoch, die letzte Maniküre zu posten. Dafür lässt sie uns zwei Wochen mit Lack in Ruhe. So läuft der Deal.







Danke liebe Nägel. Ich sollte sie wohl eine Weile wirklich nur sorgsam pflegen...
  • 1 Schicht p2 Base + Care coat
  • 2 Schichten Essence Absolutely stylish (ein schokobraun mit winzigen holographischen Sprenkeln, nur sichtbar bei indirekter Kunstbeleuchtung... leider)
  • Pünktchen mit Charmeen Nr. 5
  • Four Seasons Sekundentrockner
  • Depend Topcoat
Ich bin dann mal weg. Nagelöl aufpinseln...

Best of Two Worlds - Beziehungskolumne (#2)

Hello everyone !

            Since my beloved editor in chief, Miss Naekubi has decided that my column would be named “Best of two worlds”, I just feel obliged to comment on Miley Cyrus. Yeah, I know that technically her song is called “Best of both worlds” but it’s close enough and my good and reliable sources of information are telling me that the idea for this title was indeed taken out of a Miley Cyrus context.
            This context is actually the review of her movie: Click. If you are willing to watch it (English only), you will understand what this person stands for. Selling out crap, indeed. I especially recommend to take a pause at her awful mix of feeling good country/rap (yes I know what it sounds like) and let the epic ridicule sink in. If you feel pain, well, you’re not the only one.
            Nevertheless, sweet Miley did give us other reasons to talk about her on this blog.  Asian related reasons. I guess by now you can see it coming, but for those who don’t know she posed  in early 2009 in a casual picture amongst a group of friends in which an Asian guy was present. Sitting next to the guy, she spread her lids away from her eyes so that they’ll look smaller. It is true, gentlemen, ladies, she pulled the “slanty eyes” cliché.

            While I do think it’s really stupid I don’t think she is racist. I just think she’s really dumb. She and her friends. I don’t think she even realized how people would feel about it. To be honest I’m pretty sure than when I was a kid I did it, too. No, don’t hang me just yet! I think that every kid in my school actually did it, and I think that a lot of white European kids used that face too. It was a way of making fun of others and at the same time stereotyping, and you know how cruel kids can be.
            However, our teachers and parents told us quite early not to do that, and what the effect on other people was.  It was compared to making fun of black people because they were black, which really soon became an unbreakable rule. Still, the “slanty eyes” were less important because there were actually no Asians in my class, as opposed to two black guys. We soon assimilated this “appendix” to the unbreakable law though.
            That’s why seeing Miley Cyrus doing that at 17 (or 18, old enough anyway) just makes me want to slap her because of her stupidity.

            - UnluckyTraveller

Unterwegs....

Wo kann man Morning Musume im CD-Player im Auto haben, Anime und J-Pop auf einem eigenen TV-Kanal ansehen und sich über die neuesten Mode- und Lifestyle-Trends aus Tokyo schlau machen?

Richtig...

In Frankreich.

Das aktuelle Nagelstudio #2

Ein Bild meiner aktuellen Maniküre. Ich bin damit nicht sonderlich zufrieden, da die Mondmaniküre etwas unsauber geworden ist (schlechte Lichtverhältnisse am Abend).

Außerdem benutzte ich einen anderen Topcoat, was zu vermehrter Bläschenbildung geführt hat. Der Topcoat hat den Lack so versiegelt, dass die verdunstenden Lösemittel der darunter liegenden, noch nicht ganz trockenen Schichten nicht entweichen konnte. 


Maniküre


Verwendet wurden:
  • P2 Base + Care Coat
  • P2 Diva (eine Schicht)
  • Catrice Spiced Bronze (eine Schicht)
  • Depend Topcoat
  • da Vinci Pinsel in Stärke 0

Was letztens so war...

Als selbst betitelte Banane fällt mir meistens nicht ein, dass ich mich in einigen äußerlichen Merkmalen doch von der Durchschnittsbevölkerung hier unterscheide. Und dass man damit auch ein bestimmtes Verhalten verknüpft. Aber manchmal macht das schon was aus...

Letztes Wochenende also weg zum Clubben in der Provinz. Mit Lillebror* und seinen Freunden. Hauptsächlich war ich Fahrer und damit der nüchterne Depp für den Abend, aber was solls. Der Club war ok, keine Massendisco (obwohl es voll genug dafür war). Musik war naja (ich mag David Guetta einfach nicht), es war ziemlich voll (yay! Herbstferien! Kiddies dürfen raus und feiern! yippie!!).

Nach zwei Stunden war es aber schon wieder genug und ich fuhr nach Hause, zusammen mit einem ebenfalls stocknüchternen Bekannten (er musste am nächsten Tag arbeiten), während Lillebror sagte, er würde mit seinen Freunden den Bus nehmen.

Auf der Heimfahrt unterhielt ich mich mit meinem Fahrgast und merkte an, dass Lillebror ja schon ganz gut bei den Mädchen ankäme. Worauf er: Naja, Exotenbonus, er ist halt Asiate. Darauf ich: Naja, wäre er nicht zusätzlich auch ein cooler Typ, würde sich kein einziges Mädchen für ihn interessieren (bei mir hat das ja schließlich auch meist nicht geklappt. Von wegen Exotenbonus).

Wir kamen auf das Thema "Ausländer" zu sprechen. Ich so: Als Asiate kommst du eigentlich fast überall rein, die gehen davon aus, dass wir keinen Stress machen. Worauf er: Also in dem Club (wo wir gewesen waren) lassen sie kaum Russen oder Türken oder so rein; sie hatten mal Probleme, J. reinzubekommen, weil der ja auch ein bisschen dunkler aussehe.

Ja, das war mir aufgefallen: Ich hatte einige Grüppchen von Asiaten und Asiatinnen gesehen (und, wie es sich gehört, kritisch beäugt), und ein oder zwei indisch- und afrikanischstämmige. Das war's.

Man sieht: Diskriminierung funktioniert sowohl mit negativem als auch positivem Vorzeichen. Während man von Asiaten annimmt, sie wären immer anständig (sind sie nicht), geht man von Türken oder Russen gleich davon aus, sie seien kriminell oder aggressiv (auch das stimmt nicht).


*norw. für "kleiner Bruder"

Haiku, Tai Chi und Tofu - Teil 2

Asiaten sind ja immer so zurückhaltend...

Woher kommst du eigentlich? Bist du aus China oder aus Japan?


Du bist bestimmt voll gut in Mathe und Physik. Kannst du mir mit meinem PC weiterhelfen?

Kleiner Hinweis...

Auf dem Online-Angebot von Arte, dem Kultursender, kann man diese Woche eine interessante 30-minütige Dokumentation über die Fernsehlandschaft der chinesischen Provinz Hunan sehen. Ihr könnt mehr über superdemokratische Casting-Shows und Herzblatt Extrem erfahren und bekommt einen Einblick in die etwas fragwürdige Sprachpolitik im chinesischen Fernsehen. Die Leser außerhalb Frankreichs und Deutschlands muss ich leider enttäuschen, da der Zugriff gesperrt ist (vielleicht kennt ihr ja eine Möglichkeit, diese Sperre zu umgehen).

English:
This week Arte, the French-German cultural tv channel, offers on its website an interesting 30 minutes long documentary about television in the Chinese province of Hunan. You can learn more about superdemocratic talent shows and Extreme Dating; also you get some interesting insight into questionable language policies on Chinese television. Readers from outside France or Germany are unfortunately not able to watch this since access will be denied (maybe you know of any possibility to overcome this).

KLICK

Naekubis Presseschau - Teil 2

Ich hatte ja im vorherigen Post bereits angekündigt, dass in besagter Zeitschrift Schrot & Korn eine weitere "Wir-nutzen-mal-ein-asiatisches-Testimonial"-Reklame zu finden war. Heute also: Die Werbung von iChoc, einer urbanen, hippen, nichtsdestoweniger ökologischen Schokolade für den trend- und nachhaltigkeitsbewussten Konsumenten. Hier das dazugehörige Bild:





Zur iPod-Ästhetik ist nichts weiter zu sagen, die erklärt sich von selbst. Interessant für mich ist, dass eine Asiatin für dieses Produkt ihr Gesicht hinhält. Eine Studie, die aufschlüsselt, welche Bevölkerungsgruppen wie viele Bioprodukte kaufen, konnte ich im Netz nicht finden, zumindest meiner Erfahrung nach kann ich sagen: Viele Asiaten sind es nicht (weswegen ich mich in Naturkostläden immer so fehl am Platze fühle, aber das ist eine andere Geschichte).

Warum also diese Dame? Anhand der Werbung mache ich folgende Konsumentenanalyse: Der typische iChoc-Käufer ist jung, technikaffin (man beachte die Kopfhörer), lebt in der Stadt und damit gegenüber multikulturellen Einflüssen tolerant, sprich: Er hat schon mal einen Asiaten von Nahem gesehen. Ich war bisher in keiner größeren Stadt, in der nicht asiatischstämmige Leute gelebt hätten.

Einerseits also schmeichelt die Werbung der Zielgruppe, denn wer will nicht als hip, urban und weltgewandt gelten? Andererseits könnte ich als Asiatin auch wieder beleidigt sein und das Haar in der Suppe suchen: Von wegen Asiaten seien alle Nerds und Computerfreaks (Kopfhörer! Hallo?!). Aber wir wollen mal nicht so sein...

Ich mag die Werbung, auch wenn ich das Produkt (noch?) nicht kenne. Vermutlich bin ich doch für diese hipstermäßigen Dinge des Lebens empfänglich, auch wenn ich keine Riesenhornbrille trage und auch kein iPhone mein Eigen nennen kann. Heimlicher Hipster, tss.